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Kurt Waldemar Tank
Nachdem Prof. Focke im Sommer 1933
aus dem Unternehmen Focke Wulf ausschied, übernahm Dipl.-Ing. Kurt Tank die
technische Leitung des gesamten Unternehmens. Tank gehörte bereits seit 1931
den Focke Wulf Werken als Chef des Entwurfsbüros und Leiter der Flugerprobung
an. 1936 wurde aus der Focke Wulf Flugzeugbau AG eine GmbH. Die ersten Flugzeuge
der Focke Wulf Werke, welche in nennenswerter Stückzahl hergestellt wurden,
waren der Doppeldecker FW 44 "Stieglitz", das Übungsflugzeug FW 56
"Stößer" und das mehrmotorige Schulflugzeug FW 58 "Weihe".
Lebenslauf
| 1898 |
am 24. Februar in
Bomberg-Schwedenhöhe geboren |
| 1915-18 |
Freiwilliger an der Ostfront,
Ausbildung zu Offizier, 1918 Leutnant und Kompanieführer |
| 1918-22 |
Abitur, Studium an der TH
Berlin-Charlottenburg Fachrichtung Elektrotechnik, Gründung der
Akaflieg Berlin, Konstruktion des Segelflugzeugs "Teufelchen"
im Rahmen der Diplom-Vorprüfung |
| 1922 |
Praktikant bei der
Luftfahrzeugbau-Gesellschaft Strahlsund |
| 1923 |
Segelflugausbildung, Teilnahme
am Röhn-Flugwettbewerb |
| 1924 |
Abschluss des 1. Staatsexamen
als Dipl.-Ing., Anstellung bei Rohrbach Metallflugzeugbau in Berlin zum
Aufbau einer Entwurfsabteilung |
| 1925 |
Erwerb des A-2 Scheins |
| 1930-31 |
Projektleiter der Bayrischen
Flugzeugwerke in Augsburg |
| 1931 |
am 1. November Anstellung bei
Focke Wulf in Bremen als Chef des Entwurfsbüros und der Flugerprobung |
| 1932 |
Konstruktion der FW 44
"Stieglitz" |
| 1933 |
Technischer Leiter der Focke
Wulf Werke |
| 1934 |
Konstruktion der FW 56 "Stößer" |
| 1936 |
Verleihung des Titels
Flugkapitän, Konstruktion des Kampfzerstörers FW 57, Konzeption und
Entwicklung der FW 200 "Condor" |
| 1937 |
Erstflug der FW 200 V1 unter
Führung von Kurt Tank in Bremen |
| 1939-45 |
Entwicklung der FW 190 A bis G
sowie der Ta 152 und Ta 154 und des Strahlgetriebenen Projekts Ta 183 |
| 1944-45 |
Leiter der Entwicklungshauptkommission
(ESK) sowie der Entwicklungskommission "Nachtjagd",
Gefangennahme durch englischen Geheimdienst am 8.4.45 in Bad Eilsen |
| 1945-46 |
"Ingenieurbüro
Tank" Entwickelt Wohn- und Werkstattbauten |
| 1947-55 |
Entwicklung des Strahljägers
"Pulqui II" in Anlehnung an die Ta 183 in Agentinien |
| 1956-68 |
Entwicklung des Strahljägers
HF 24 "Marut" in Indien, Serienbau ab 1963 |
| 1968 |
Rückkehr nach Deutschland |
| 1983 |
Prof. Tank stirbt am 5. Juni
im Alter von 85 Jahren |

Hans Sander
Nach dem Tode des Chefpiloten der
Focke Wulf Werke, Dipl.-Ing. T. Schröder 1936, übernahm der Flugzeugbaumeister
Dipl.-Ing. Hans Sander diese Aufgabe bis Kriegende. Er wurde zum Leiter der
Flugerprobung und in dem "Goldenen Buch der Flieger" von Ernst Udet
als erster Flugzeugführer eingetragen, aufgrund seiner hervorragenden
Leistungen.
| 1908 |
am 25. September in Barmen bei
Wuppertal geboren |
| 1928 |
Abitur in Wuppertal-Elberfeld |
| 1928-34 |
Studium an der TH Aachen
Fachrichtung Automobil- und Flugzeugbau, Konstruktion des Segelflugzeugs
"Blaue Maus II" als Diplomarbeit, Flugzeugführer Ausbildung
bei der Akaflieg Aachen |
| 1934-37 |
Ausbildung zum
Flugzeugbaumeister und Praktikum bei Focke Wulf, Erwerb des C-2 und K-2
Scheins, 15 Monate bei der Erprobungsstelle Rechlin, 1937 2.
Staatsexamen als Flugzeugbaumeister, Einstellung bei Focke Wulf als
Versuchspilot, Erprobung der FW 57 und FW 187 |
| 1938 |
Erprobung der FW 189
"Uhu" |
| 1939-45 |
Erprobung der FW 190, Aufbau
der Abteilung Mustererprobung, Sander wird Chefingenieur und Chefpilot
der Mustererprobung |
| 1940 |
Verleihung des Titels
Flugkapitän |
| 1943-45 |
Erprobung der FW 200, Ta 152,
Ta 154, letzter Flug 5.4.45 in der FW 190 V73 (F-8), bis dahin 2222
Flugstunden und 159227 km |
| 1946-54 |
Anstellung bei der Turbomeca
und Sud Aviation in Toulouse |
| 1954-58 |
Leiter des Versuchlabors bei
der Hauptentwicklungsabteilung bei VW, Mitbegründer des Wolfsburger
Segelflugclubs, Erprobung der Pützer "Elster" |
| 1958-62 |
Deutscher Vertreter bei
Lockheed für die Entwicklung der F-104 G "Starfighter" |
| 1963-65 |
Deutscher Vertreter im
Hawk-Missile-Büro in Paris |
| 1965-73 |
Beamter im NATO-Sekretariat in
Paris und später Brüssel |
| 1973 |
Pensionierung als
Regierungsbaudirektor |
| 1974-80 |
Motorflugreferent beim
Deutschen Aeroclub, 1980 letzte Segelflüge, Verleihung der "3
Diamanten zur Gold C" |
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