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Im Gegensatz zu den Flugzeugen der anderen Serien wurden die Exemplare der F und G Serie nur teilweise neu gebaut. Ein großer Teil dieser Flugzeuge entstand durch den Umbau von Flugzeugen der A-Serie. Wenn die Flugzeuge im Fronteinsatz durch Exemplare einer neueren Serie ausgetauscht wurden, schickte man die alten Exemplare in das Werk zurück, wo sie dann zu Schlachtflugzeugen der F-Serie oder Jagdbombern der G-Serie umgerüstet wurden.
Anfang 1942 untersucht man die Möglichkeit das
Schlacht- und Sturzkampfflugzeug Ju 87 durch ein leistungsfähigeres Muster zu
ersetzen. Da in der Industrie keine Kapazitäten zur Entwicklung eines neuen
Flugzeuges verfügbar waren, entschied man sich die robuste und vielseitige FW
190 für diese Aufgabe einzusetzen. Von der F-1 wurden nur etwa 30 Exemplare gefertigt. Sie entstanden aus der A-4/U3. Die FW 190 F-2 basierte auf der A-5/U3. Von den 271 hergestellten Exemplaren wurde eine größere Anzahl mit Tropenausrüstung versehen und in Italien und Tunesien eingesetzt. FW 190 F-2 Leistungsdaten
Auf die 190 F-3 Serie belaufen sich etwa 241, bei Arado ab Mai 1943 hergestellte, Exemplare. Diese Serie basiert auf der A-5/U17. Die Rüstsätze R1 und R3 wurden für die F-Typen ab dieser Serie eingeführt. Die nächsten folgenden Varianten der F-Reihe, die F-4,F-5 und F-6 waren als Ausrüstungs- und Bewaffnungsvarianten der bisher vorhandenen F-Typen geplant aber nie verwirklicht. Das hat sicher zum Großteil daran gelegen, dass der für diese Flugzeuge geplante BMW 801 F Motor nicht verfügbar gewesen ist. Eine Baureihe F-7 ist wohl nie geplant gewesen. Die
Fortsetzung der F-Serie geschah erst wieder mit der F-8.
Für diese Serie wurde die Zelle der FW 190 A-8 verwendet. Dadurch bestand die
Bewaffnung im Gegensatz zu den vorherigen Serie aus 2 MG 131 und 2 MG 151/20.
Des weiteren erhielten die Flugzeuge der F-8 Serie eine verbesserte
Abwurfelektronik und eine nochmals verstärkte Panzerung. Die F-9 wurde mit dem stärkeren BMW 801 TS oder TU ausgerüstet. Der Fertigungsbeginn war im März 1944. Von der Version für den Bombentorpedoeinsatz F-9/R16 sollen im April 1945 bei der BT-Gruppe bereits 43 Maschinen verfügbar gewesen sein. Diese wurden auf Grund der Kriegsanlage jedoch meist als konventionelle Schlachtflugzeuge eingesetzt. Die Version F-10 wurde bereits nicht mehr produziert. Sie sollte auf der Zelle der A-10 basieren was die Abmaße und Elektronik betraf und die Panzerung der F-8 bzw. F-9 besitzen. Sie war wahlweise mit 6 MG 151/20 oder 2 MG 15/20 und 2 MK 103 geplant. Alle Waffen sollten in den Tragflächen montiert sein. Von der Version F-15 wurden nur noch wenige Vorserienexemplare hergestellt. Das Fahrwerk wurde nochmals verstärkt und mit vergrößerten Rädern versehen. Als Motor kam wieder BMW 801 TU oder TS zum Einsatz. Als letzte Version war die F-16 geplant. Sie war eigentlich eine F-15 mit vereinfachter Funkausstattung. Es wurde das FuG 15 statt dem FuG 16 verwendet. Die F-16 war außerdem mit 2 zusätzlichen Kraftstoffbehältern von 110 l Fassungsvermögen in den Flügeln ausgerüstet. Der Serienstart war ab April 1945 geplant. Kriegsbedingt kam es nicht mehr dazu. Dennoch waren bereits Mitte 1944 mehrere Vorserienmaschinen zum Test von Bewaffnungsvarianten und neuen Bordwaffen (z.B. der neuen MK 213) fertiggestellt worden.
Die Baureihe G wurde als Jagdbomber konzipiert. Im Regelfall erhielten sie eine auf die 2 MG 151/20 in der Flügelwurzel reduzierte Bewaffnung. Sie waren mit 3 ETC's ausgerüstet, eines unter dem Rumpf und 2 unter den Flügeln. An den Unterflügel ETC's konnten entweder Abwurftanks, Bomben bis 250 kg oder ein Bombentorpedo bis zum BT 400 befördert werden. An dem ETC unter dem Rumpf konnte ein Abwurftank oder Abwurflasten bis 1800 kg transportiert werden. Die Reichweite mit 2 Abwurftanks unter den Flügeln lag bei Flug mit Sparleistung bei etwas über 1500 km. Von der G-1, welche den Rüststand der A-4/U8 darstellt, wurden etwa 50 Exemplare gebaut. Sie waren mit den aerodynamischen Unterflügel ETC's versehen. Die Exemplare wurden später zur G-4 umgerüstet. FW 190 G-1 Leistungsdaten
Die G-2 basiert auf der A-5/U8 und entspricht deren Ausrüstungsstand. Laut Werksangaben wurden rund 600 Exemplare hergestellt. Die meisten Maschinen wurden beim SG 4 und SKG 10 eingesetzt. Die einzige Sondervariante der G-2 ist die G-2/N (G-2/Nacht). Sie war ein Nachtjäger mit Flammenvernichter, Blendleisten und Landescheinwerfer. Auch diese kamen beim Schnellkampfgeschwader 10 zum Einsatz. Als
nächstes wurde die G-3 produziert. Sie wurde als
Schnellkampfflugzeug konzipiert und von der A-5/U13 abgeleitet. Als Unterflügel
ETC wurden die Träger von Messerschmitt verwendet, welche einen geringeren
Geschwindigkeitsverlust verursachten. Außerdem hatte sie die Tragflächen der
A-6 Serie. Die Flugzeuge waren mit einer PKS 11/12 Kurssteuerung (ohne PKZ 14)
ausgerüstet und kamen auf ein Abfluggewicht von 4795 kg. 20 Exemplare der G-3
wurden mit einer G-1 Anlage versehen, bei der der Tank hinter dem Führersitz
lag. Die G-3 war in der Lage eine einzelne Bombe von 1800 kg Gewicht zu
befördern. Hierzu war eine Startstrecke von 1200 m erforderlich. Solch große
Bomben wurden gelegentlich gegen Brücken und Bunkeranlagen eingesetzt. Die G-4, welche ab Dezember 1943 in Serie ging, ist eigentlich eine Modifikation der G-1 mit Kuto-Nase, PKS 11 und Fug 16ZY. Nie in Serie ging die G-5. Sie sollte ab März 1945 bei AGO und ab April bei Fieseler in Serie gehen. Es war geplant den BMW 801 F einzusetzen. Mehrere Vorserienmuster waren bereits seit März 1944 in Rechlin zu Erprobung. Die G-6 sollte eine G-5 mit verbesserter Abwurfanlage und überarbeiteten Tragflächen werden. Doch sie wurde nie gebaut. Auch die bereits projektierte G-7 wurde nie hergestellt. Bei
der G-8 handelt es sich um die wichtigste Baureihe
der G-Serie. Etwa 800 Exemplare wurden davon produziert. Als Ausgangsmuster der
1944 beginnenden Serie dienten die G-3 und die F-8. Die G-8 war mit dem
zusätzlichen 115 l Tank für MW-50 oder GM-1 Betriebsstoff im Rumpf versehen,
wie er auch bei der A-Serie Verwendung fand. Die Abwurfanlage der G-8 bestand
aus einem ETC 501 unter dem Rumpf und 2 ETC 503 unter den Flügeln. Als
Funkgeräte verblieben das FuG 16ZY und das FuG 25a. Einige G-8 behielten zu den
2 MG 151/20 in der Flügelwurzel noch zusätzlich die beiden MG 131 im Rumpf. Die Serienfertigung der G-10, welche auf der A-10 basieren sollte, wurde in Hinblick auf die FW 190 D und die Ta 152 gestrichen. Die Baupläne für die G-10 lagen bereits Ende 1943 vor. FW 190 Jabo-Rei rechnerische Flugstrecken in 300 m Höhe
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