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Durch die Einstellung der Versuche mit der B und
C Serie standen genug Prototypen für eine neue Versuchsserie zur Verfügung. Da
die Reihenmotoren länger waren als der BMW 801, musste, zum
Schwerpunktausgleich ein 49 cm langes Zwischenstück vor dem Leitwerk eingefügt
werden. Der Vorteil der Reihenmotoren war ein geringerer Luftwiderstand durch
die schlankere Form und die Möglichkeit Motorkanonen einzubauen. Dadurch
ergaben sich höhere Geschwindigkeiten im Horizontal- und Sturzflug. Des
weiteren wurde das Seitenleitwerk in seiner Tiefe vergrößert.
Das dennoch die FW 190 D-9
entstand, lag daran, dass man eine verbesserte D Serie entwickeln wollte, die
auf Basis der FW 190 A-8 aufbaute. Die Höhenleistung war immerhin
vielversprechend und nun musste noch die Leistung in unteren Höhenbereichen
gesteigert werden. Die ersten Versuchsträger der D-9 waren im Juni 1944
flugbereit, es waren die V53 und V54. Man veränderte den Übergang zwischen
Rumpf und Flügel, änderte den Triebwerksträger und verstärkte den Rumpf. Der
Seriestart erfolgte bereits im August 1944 in den Focke Wulf Werken in Cottbus,
bei Fieseler in Kassel-Waldau und bei Arado. Die Tanks der D-9 fassten vorn 232
l und hinten 292 l. Die Flugzeuge waren mit dem Mehrzweck ETC 504 ausgerüstet.
Die Starrbewaffnung bestand aus 2 MG 131 im Rumpf über dem Motor und 2 MG
151/20 in den Flügelwurzeln. Zwar wurden die ersten Exemplare der D-9 noch ohne
MW-50 Anlage gebaut, diese paar Flugzeuge dann aber schnellstmöglich
nachträglich damit ausgerüstet. Des weiteren schwankte auch die
Triebwerksausstattung der Serienflugzeuge, während einige, wie z.B. die 210001,
mit Jumo 213 C und zusätzlicher Motorkanone versehen waren, war der Großteil
mit Jumo 213 A, ohne Motorkanone, versehen. Die ersten 2 gebauten D-9 hatten die
Werksnummern 210001 und 210002, die 3. D-9 kam aus Cottbus und bekam die
Werksnummer 210043. Die Serienmaschinen der D-9 bekamen eine neue Haube,
welche stärker gewölbt und aus einem Stück geblasen war und sie von den aus
der A-8 Serie umgebauten Maschinen unterschied. FW 190 D-9 Leistungsdaten
Die nächste geplante Version war die FW 190 D-10. Sie wurde wahrscheinlich nur in einem einzigen Musterexemplar gebaut die V53. Sie sollte standardmäßig mit dem Jumo 213 C ausgerüstet und in Verbindung mit diesem mit einer Motorkanone versehen werden. Die Maschine wurde aus einer A-8 umgerüstet und mit verschieden Waffenkonfigurationen getestet. In den übrigen Bauteilen entsprach sie der D-9. Doch es kam nie zu einer Serienfertigung.
Die FW 190 D-11 war als Schlachtflugzeug konzipiert. Sie erhielt eine zusätzliche Panzerung und eine MW-50 Anlage. Zuerst wurden 7 Prototypen aus Flugzeugen der A-8 Serie gebaut. Die D-11 wurde mit dem Jumo 213 F ausgerüstet, damit die Bewaffnung um eine MK 108 Motorkanone erweitert werden konnte. Als weitere Bewaffnung waren 2 MG 131 über dem Motor, 2 MG 151/20 in den Flügelwurzeln und 2 MK 108 in den Tragflächen vorgesehen. Der Anlauf der Serie war für das Frühjahr 1945 geplant. Es war vorgesehen die D-11 in den Varianten R20,R21 und R5 zu produzieren. Des weiteren sah man in der Ausstattung eine TSA 2 D Anlage vor, da die D-11 bis zu 8 SC 50 konnte. Obwohl das Projekt bereits bis zur Serienreife fortgeschritten war kam es nicht mehr zum Produktionsstart der D-11.
Mit der FW 190 D12 nahm man wieder den Bau eines Höhenjägers in Angriff. Obwohl die D-12 ohne Druckkabine ausgestattet war, wurde der Motor und die Bewaffnung auf diese Erfordernisse ausgelegt. Die Bewaffnung bestand zur Gewichtsreduzierung nur aus einer MK 108 Motorkanone und 2 MG 151/20 in den Flügelwurzeln. Als Triebwerk wählte man den Jumo 213 E. Des weitern war es geplant Tragflügel mit innenliegenden Treibstoffbehältern, mit einem Gesamtinhalt von 315 l, bei der D-12 einzusetzen. Doch diese Tragflügel waren erst später bei der Ta 152 einsatzbereit. Es wurden nur 3 Prototypen für die D-12 Serie gebaut. Der Serienlauf der D-12 fand in den Flugzeugwerken von Arado, ab Februar 1945, und Fieseler, ab Januar 1945, statt. Als Rüstsätze wurden der R11, R21 und R25 verwendet. FW 190 D-12 Leistungsdaten
Die geplante FW 190 D-13 wurde wahrscheinlich nur in 2 Prototypen verwirklicht, die V62 und V71. Beide Versuchsmaschinen wurden wieder aus Flugzeugen der A-8 Serie umgebaut. Im Grunde genommen war sie nur eine Bewaffnungsvariante der D-12. Man verzichtete bei der Bewaffnung auf die 30 mm Motorkanone und ersetzte sie durch ein MG 151/20. Einer der Prototypen wurde mit dem Jumo 213 E und der andere mit dem Jumo 213 F ausgestattet. Des weiteren war die Verwendung des Rüstsatzes R5 in der Serienproduktion geplant. Obwohl die Serienproduktion schon im Dezember 1944 beginnen sollte, kam es aus verschieden Gründen nicht mehr dazu.
Zur FW 190 D-14 kam man, weil sich das technische Amt wieder mit dem Höhenmotor von Daimler Benz befasste. Es war geplant die D Serie mit Wirkung der D-14 auf den DB 603 E oder 603 LA umzurüsten. Für die ersten Umrüstungen zu Versuchszwecken wurden Flugzeuge der D-9 und D-12 Serie Verwendet. Die durch den neuen Motor notwendigen Umrüstungen an den Serienmaschinen der D-12 Produktion waren sehr gering. Sie beliefen sich im wesentlichen auf einen neuen Schmierstoffbehälter und eine geänderte Motorabdeckung. Des weiteren war geplant die D-14 mit der Hochdruck MW-50 Anlage auszustatten und die Rüstsätze R5 und R11 einzusetzen. Die Testflugzeuge erreichten eine Gipfelhöhe von 11500 m und eine Geschwindigkeit von 700 km/h. Die Vorbereitungen für die Serienfertigung waren im März 1945 abgeschlossen. Doch in Folge des Kriegsverlaufes kam es nicht mehr zum Serienstart. FW 190 D-14 Leistungsdaten
Der Grund für die FW 190 D-15 war ein ganz einfacher. Man wollte ohne Zeitverzug zu einem Jagdbomber mit DB 603 Motor kommen der auf der FW 190 D-14 aufbaut. Man hatte vor die Flugzeuge der laufenden 190 F Serie auf den DB 603 E umzurüsten und so zur D-15 Serie zu kommen. Die Umbaumaßnamen beliefen sich hauptsächlich auf die selben wie bei der D-14. Von der D-15 wurden nur wenige Versuchsträger hergestellt. Ein Teil der Maschinen sollte mit dem Rüstsatz R11 versehen werden. Der Umbau sollte im April 1945 bei Focke Wulf und Dornier beginnen. Auch diese Variante der Dora konnte wie der Großteil der anderen nicht mehr verwirklicht werden.
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