Fug 217 mit Stachelantennen an einer 190 A-6     FuG 217 mit Geweihantennen an einer 190 A-6     Antennen des FuG 101 einer 190 F-8

Bordfunkgeräte

FuG 7 - auch FuG VII, Kurzwellen Sprechfunkgerät mit einer Sendeleistung von 7 W, für Bord-Bord und Bord-Boden Funkverkehr, Frequenzbereich 2,5 bis 7,5 MHz

FuG 7a - Verbesserung des Fug 7 mit Schleppantenne, auch Funkverkehr über Sprechtaste und Morsezeichen möglich

FuG 15 - auch "Christa" genannt, UKW Sprech- und Zielfluggerät, als Ersatz für FuG 16 und FuG 17, mit dem Gerät konnte nur gesendet oder empfangen werden, war nicht für das Y-Leitverfahren brauchbar

FuG 16Z - UKW Sprech- und Zielfluggerät, Sprechverkehr Bord-Bord und Bord-Boden, Zielanflugmöglichkeit auf andere Flugzeuge (Jägerleitflugzeug) und auf Bodenstationen

FuG 16ZE - UKW Sprechgerät für Jäger mit Führung im Y-Jagdverfahren, ohne Zielanflugmöglichkeit, Entfernungsmessung und Sprechverkehr gleichzeitig möglich

FuG 16ZY - verbessertes FuG 16ZE mit Zielanflugmöglichkeit

FuG 16SZ - Sonderversion des FuG 16Z, nur Sprechfunk oder Zielflug (für Schlachtflugzeuge), arbeitet im Überdeckungsbereich von FuG 16 und FuG 17

FuG 25 - UKW Sprechfunk- und Tastgerät (Telegrafie), geeignet für Bord-Bord und Bord-Boden Sprechverkehr

 

Navigationshilfsgeräte

FuG 25a - (Freund-Feind-Kenngerät) dieses in den meisten deutschen Flugzeugen verwendete Gerät diente der Identifizierung als Nichtfeindflugzeug und arbeite auf den Frequenzen der Funkmessgeräte und den Flak-Empfangsfrequenzen, das Gerät empfängt den von den Boden-Funkmessgeräten gesendeten Signalimpuls und sendet ihn verändert wieder zum Sender zurück, die Antwort war abhängig von dem empfangenen Signal welches von der Bodenstation durch einen Steckschlüssel verändert werden konnte

FuNG 101 - (Landehöhenmesser) das eigentlich für zweimotorige Flugzeuge entworfene 16 kg schwere Gerät ist eine Entwicklung der Firma Siemens, es arbeitete als Radarhöhenmesser mit einer Frequenz von 375 MHz, die Messgenauigkeit lag bei etwa 2 m, der Messbereich lag bei dem FuNG 101 zwischen 150 - 1000 m und beim 101a zwischen 150 - 750 m, charakteristisches Merkmal für dieses Gerät sind kleine senkrechte Antennen unter den Tragflächen der Flugzeuge

FuG 125 - (Zielfluggerät) das als "Hermine" bekannte Gerät war ein UKW-Funkfeuerempfangsgerät, der Frequenzbereich lag bei 30-33,3 MHz, das Gerät wog etwa 10 kg und hatte eine Reichweite von 200 km

FuG 217 - (Nachtjagdgerät) das Nachtjagdgerät "Neptun" der Firma FFO gab es in 3 Ausführungen,  Version R2 als Rückwärtswarngerät, Ausführung V/R als kombiniertes Nachtjagd- und Rückwärtswarngerät für zweimotorige Flugzeuge, und Version J2 als Nachtjagdgerät für einmotorige Jäger, das Gerät hatte 2 Rastfrequenzen auf 158 und 187 MHz, der Suchwinkel betrug 120° bei einer Reichweite von 400 - 4000 m, als Antennen wurden entweder Stachel- oder Geweihantennen eingesetzt, das Gewicht betrug 27 kg bzw. 35 kg bei Version V/R

FuG 218 - (Nachtjagdgerät)  das weiterentwickelte "Neptun" von Siemens/FFO gab es wieder in mehreren Versionen, R3 als Rückwärtswarngerät, J3 als Nachtjagdgerät für einmotorige Jäger, V/R als Nachtjagd- und Rückwärtswarngerät für zweimotorige Flugzeuge, G/R wie V/R mit 30 kW Sender der später auf 100 kW aufgerüstet werden sollte, das FuG 218 hatte 6 Rastfrequenzen zwischen 158 und 187 MHz, der Suchwinkel betrug 120° und die Reichweite war 120 - 5000 m, das ganze Gerät wog 50 kg, bei den Versionen R3 und J3 wurden Stachelantennen und bei den anderen Versionen Geweihantennen verwendet

Fu Bl 1 - (Funk-Landegerät) dieses zwischen 30 und 33,3 MHz arbeitende Gerät war ein Empfänger für den UKW-Landeleitstrahl und auf der Frequenz 38 MHz für den Vor- und Haupt-Einflugzeichen-Sender

Fu Bl 2 - (Funk-Landegerät) das Gerät entstand aus dem Fu Bl 1 durch Nachrüstung eines Empfängers, es war nun zusätzlich in der Lage UKW-Funkfeuer (Knickebein, Bernhard, Hermine) zu empfangen

 

Sonstige Geräte

Bildkammer BSK 16
Die „Ballistische Schussmesskammer“ BSK 16 war eine Kinokamera  für 16 mm Schmalfilm. Sie  war  in der Nase des linken Flügels zwischen den Rippen  3b und 4 befestigt. Die Öffnung für das Objektiv  war durch eine Klarglasscheibe abgedeckt, welche bei bedarf durch einen farbigen Lichtfilter ausgetauscht werden konnte. Die maximale Filmlänge betrug 15 m. Die Fortbewegung des Films geschah durch einen Elektromotor. Die einzelnen  Aufnahmen wurden durch eine Schaltscheibe auf  3,75m Filmlänge begrenzt. Somit waren während eines Fluges vier Aufnahmen von 43-57 Sekunden Dauer möglich. Die  Auslösung der Aufnahme erfolgte automatisch durch das Betätigen des Feuerknopfes für Rumpf – und  Flügelwurzelwaffen. Eine zweite Möglichkeit eine Aufnahme auszulösen ohne zu schießen bestand durch einen Schaltknopf am Gashebel.

  

Kleinbildkammer „Robot“ Muster II
Ersatzweise zur BSK 16 und bevorzugt bei Schlachtflugzeugen und Jagdbombern mit vergrößerter Reichweite wurde auch die Kleinbildkamera Robot eingesetzt. Sie wurde an der selben Stelle wie die BSK 16 eingebaut. Mit ihr konnten aus Höhen bis zu 2000m Einzelbildaufnahmen gemacht werden. Das Ziel wurde dabei über das Revi anvisiert und die Auslösung erfolgte durch betätigen eines Schaltknopfes am Gashebel. Die  Kamera benutzte einen 1,6 m langen Normal-Kinofilm. Der Filmtransport erfolgte durch ein Federwerk, welches vor dem Start aufgezogen werden musste. Die Bildgröße betrug 2,4 x 2,4cm